Sich sauwohl fühlen: 5 Wege zu mehr Zufriedenheit

Veröffentlicht von Martina Miciecki am

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig sauwohl gefühlt? Sie können sich nicht erinnern? Oh je, dann liegt das vielleicht an diesen typischen Fehlern, die übrigens sehr viele machen! Ich zeige Ihnen darüber hinaus 5 einfache Wege, wie Sie wieder zu mehr Zufriedenheit finden.
Sich sauwohl fühlen: 5 Wege zu mehr Zufriedenheit

Fehler Nummer 1: sich mit anderen vergleichen

Die Kollegin postet schon wieder Bilder von einem Traumurlaub? Ihre beste Freundin hat schon wieder abgenommen, während bei Ihnen der Speck festzusitzen scheint? Der Kollege bekommt vom Chef die besseren Aufgaben übertragen? Und Sie fragen sich, was Sie wieder falsch gemacht haben.

Fehler Nummer 2: höher, schneller, weiter

Sie streben ständig nach Superlativen und sind mit dem Erreichten nie zufrieden. Sie probieren bei jeder Gelegenheit sich und alle anderen zu übertreffen.

Fehler Nummer 3: Einzelkämpfer

Sie packen gerne die Ellenbogen aus, um Ihr Ziel zu erreichen. Sie fallen Ihrer Kollegin ins Wort, um sich vor Ihrem Chef zu profilieren. Sie sind der Meinung, Sie brauchen nichts und niemanden auf dieser Welt.

Warum diese Fehler die Zufriedenheit beeinträchtigen, darauf komme ich am Ende dieses Blogposts zurück.

Wege aus der Unzufriedenheit

Finden Sie heraus, wie zufrieden Sie wirklich sind. Entweder ganz einfach mit der Frage „Bin ich zufrieden?“ oder – wenn Ihnen diese Frage im Moment zu gross erscheint – unterteilen Sie sie nochmals in Ihre Lebensbereiche und fragen sich gezielter:

Bin ich zufrieden mit…

  • …meiner Arbeit?
  • …meinem sozialen Umfeld? (FreundInnen, Bekannte, KollegInnen)
  • …meiner Partnerschaft?
  • …meinem Familienleben?
  • …meiner finanziellen Situation?
  • …meinem Wohlbefinden? (Gesundheit, Fitness, Freizeit, Sexualität)
  • …meinem Leben allgemein? (Zukunft, Selbstverwirklichung, Sinn)

Sie können Punkte vergeben: 0 = nicht zufrieden; 1 = ab und an; 2 = stimmt für mich.

Zählen Sie die Punkte zusammen. Sind diese weniger als 7, haben Sie dringenden Handlungsbedarf! Und los geht´s.

Wo fangen Sie an, um schnell zufriedener zu werden?

Wenn Sie nun bei mehreren Bereichen Ihres Lebens festgestellt haben, dass Sie da etwas verändern wollen, aber noch unsicher sind, was und wie, hier eine kleine Entscheidungshilfe.

Zeichnen Sie einen Kreis und tragen Sie die Lebensbereiche in den Kreis als Tortenstücke ein. Je nachdem, wie viel Zeit oder Energie dieser Bereich für Sie aktuell einnimmt, zeichnen Sie die Tortenstücke kleiner oder grösser. Sie können das auch zwei- oder dreimal machen, bis es für Sie passt. Wenn Sie es noch genauer machen wollen, können Sie zudem eine Prozentzahl je Tortenstück notieren. Wichtig ist, die Summe aller Tortenstücke muss 100% ergeben.

Nun zeichnen Sie nochmals einen Kreis daneben und zeichnen dort die Tortenstücke so ein, wie es Ihr Wunschziel wäre. Welche Bereiche sollten aus Ihrer Sicht mehr Bedeutung bekommen?

Vergleichen Sie nun beide Kreise. Wo haben Sie die grösste Abweichung? Dort liegt Ihre grösste Unzufriedenheit.

Zufriedenheits-Ziele setzen

Nun definieren Sie für den Bereich, der am Dringendsten angegangen werden soll, Ihre persönlichen Zufriedenheits-Ziele. Notieren Sie alles, was Ihnen dazu einfällt. Danach überprüfen Sie, ob alle Ziele realistisch erreichbar sind. Und dann sortieren Sie die Ziele nach kurz-, mittel- und langfristig. Kurzfristig wäre sofort und in den kommenden 3 Wochen. Mittelfristig wäre innerhalb der nächsten 6 Monate. Langfristig alles, was über ein Jahr hinausgeht.

Anschliessend formulieren Sie jedes Ziel aus und zwar so detailliert wie möglich. Verwenden Sie positive Sätze, die kein MUSS enthalten. Also schreiben Sie nicht: Ich muss mehr Sport machen. Sondern lieber: Ich möchte mich täglich mindestens 30 Minuten bewegen. Klingt viel besser, oder?

5 Wege für mehr Zufriedenheit zusammengefasst

  1. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben und zwar sofort. Finden Sie heraus, in welchen Bereichen Sie nicht zufrieden sind und tun Sie etwas dafür, dass es sich ändert! Schauen Sie nicht auf andere, sondern bleiben Sie ganz bei sich (Vermeiden von Fehler Nummer 1).
  2. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Familie, Freunde und Ihr soziales Umfeld. Menschen sind auf Gemeinschaft ausgerichtet und Sie müssen nicht alle Probleme alleine lösen können. Warum Gemeinschaft wichtig ist, habe ich in diesem Post bereits im psychologischen Kontext beschrieben (Vermeiden von Fehler Nummer 3).
  3. Achten Sie auf Ihre Gesundheit und tun Sie alles dafür, damit Sie gesund bleiben. Dies kann Ernährung, Sport, aber auch die mentale Gesundheit betreffen. Ihre Gesundheit ist die Basis für eine Balance im Leben.
  4. Finden Sie das Tempo, das Ihnen gut tut. Wenn Sie immer auf der Überholspur unterwegs sind, schalten Sie einen Gang runter und geniessen Sie den Moment (Vermeiden von Fehler Nummer 2). Arbeitstechnisch gesehen, bauen Sie kleine Ruhepausen in den Tag ein. Ist Ihr Arbeitsleben eher lahm und langweilig? Probieren Sie etwas aus, was Sie noch nie gemacht haben. Machen Sie mit den KollegInnen Pause, gehen Sie mit auf ein Feierabendgetränk oder schliessen Sie sich der Betriebssportgruppe an. Trauen Sie sich ruhig! Warum Mut belohnt wird, lesen Sie hier.
  5. Freuen Sie sich über Erfolge, auch wenn sie noch so klein sind. Und blicken Sie abends dankbar auf den Tag zurück. Suchen Sie nicht das Haar in der Suppe, sondern die Glücksmomente des Tages. Wenn Sie möchten, können Sie auch jeden Abend einen kleinen Eintrag in ein Buch schreiben und so das Positive verstärken. Eine gelungene Vorlage ist „Das 6-Minuten-Tagebuch“ von UrBestSelf.
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Die Autorin:
Martina Miciecki ist staatl. geprüfte Betriebswirtin, Betriebliche Mentorin FA und diplomierte Coach. Sie zeigt ambitionierten Nachwuchskadern und erfahrenen Führungspersönlichkeiten, wie sie motivierter und gelassener ihre Führungsrolle ausüben können. Sie lebt in Frauenfeld (Schweiz), liebt ihren Balkongarten mit Blumen und Gemüse und schwört auf Poweryoga für ihre geistige und körperliche Fitness.


Kategorien: GelassenheitMindset

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