Am Arbeitsplatz wohlfühlen: mit diesen 7 Erfolgsfaktoren werden Sie zum Feel-Good-Manager

Veröffentlicht von Martina Miciecki am

Am Arbeitsplatz wohlfühlen wollen sich vermutlich die meisten. Fakt ist, wenn sich Ihre Mitarbeitenden wohlfühlen, sind sie zufriedener, glücklicher, gesünder und leistungsfähiger. Welche 7 Erfolgsfaktoren Sie berücksichtigen sollten, um zum „Feel-Good-Manager“ zu werden, lesen Sie hier.

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Sich am Arbeitsplatz wohlfühlen – warum?

Die Mehrheit der Menschen verbringt einen Grossteil ihrer Zeit bei der Arbeit. Und das -mit Ausnahme der letzten 2 Jahre- überwiegend ausser Haus. Interessanterweise findet diese Tatsache jedoch in vielen Unternehmen keine grosse Beachtung, wenn es darum geht, Arbeitsbereiche attraktiv zu gestalten.

Wenn ich mich zurückerinnere, in welchen Betrieben ich bereits gearbeitet habe und wie dort die Mitarbeiterbereiche ausgesehen haben, dann fallen mir Wörter ein wie: lieblos, dunkel, muffig, alt oder hässlich. Es waren tatsächlich nur Einzelfälle an Geschäftsleitungen, in denen Wert gelegt wurde auf gepflegte und ansprechende Kantinen, Umkleiden, Gemeinschaftsräumen und Co.

Wir Mitarbeitende empfanden es als Geringschätzung, dass die Bereiche für Kunden immer auf Hochglanz poliert und regelmässig Geld für Neuerungen investiert wurde, im Mitarbeiterbereich aber seit Jahren das Licht flackerte oder die Dusche dringend saniert werden sollte. Dafür reicht das Budget nicht, hiess es dann. Unsere Motivation förderte das nicht.

Faktoren, die das Wohlfühlen beeinflussen

Ganz allgemein gesagt geht es darum das Arbeitsumfeld zu optimieren, so dass Mitarbeitende gemäss ihrem eigenen Stil arbeiten können: kreativ oder fokussiert, allein oder im Team, ergonomisch und gesund, ruhig oder aktiv. Wenn den Mitarbeitenden attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden, können Sie Stress abbauen und ihre physische, aber auch psychische Gesundheit stärken.

Wenn Sie nun „Feel-Good-Manager“ in Ihrem Unternehmen oder Team werden wollen, sollten Sie folgende 7 Erfolgsfaktoren beachten.

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Am Arbeitsplatz wohlfühlen: worum es hier nicht geht

Auf welche Punkte ich in dieser Liste nicht eingehe, sind Themen wie Führungsstil oder Massnahmen zur Teambildung. Nicht, dass diese nicht wichtig wären. Dazu habe ich aber bereits Beiträge geschrieben, unter anderem diese hier:

Am Arbeitsplatz wohlfühlen: 7 Erfolgsfaktoren

Faktor 1: Arbeitsumgebung

Es ist von Vorteil, wenn den Mitarbeitenden eine Vielzahl von Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung steht, aus denen sie wählen können. Damit meine ich Räume, in die sie sich zurückziehen können, wenn sie Ruhe benötigen und sich konzentrieren müssen. Oder Begegnungszonen, in denen sie sich austauschen und miteinander diskutieren können. Arbeitsplatzlösungen zum Sitzen und Stehen, fix oder mobil, analog und digital eingerichtet. Ziel ist es, dass die oder der Mitarbeitende je nach aktueller Aufgabe wählen kann, wo sie oder er diese ausführt, und welche Möglichkeit sich dafür am besten eignet. Die Wahlmöglichkeit senkt den Stress, weil sich Mitarbeitende dadurch weniger kontrolliert und freier in ihrer Entscheidung fühlen.

Faktor 2: Raumklima

Beim Raumklima geht es um den Sauerstoffgehalt, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Sorgen Sie dafür, dass Räume, in denen sich Ihre Mitarbeitenden aufhalten, gut belüftet sind. Sollte es nicht möglich sein Fenster zu öffnen, sollte es gut funktionierende Lüftungssysteme haben, deren Filter regelmässig geprüft und getauscht werden. Die Räume sollten nicht zu warm sein und Luftbefeuchter tragen zu einem optimalen Raumklima bei.

Faktor 3: Licht und Lärm

Prüfen Sie, dass Räume zur Konzentration oder für Teamsitzungen schallisoliert sind, so dass keine Geräusche von aussen eindringen oder von innen nach aussen gelangen. Die Arbeitsplätze sollten über viel Tageslicht verfügen, Blick nach draussen ermöglichen oder Zugang zu einer Terrasse oder Balkon haben. Im Optimalfall gibt es sogar biodynamische Lichtkonzepte aka Human Centric Lighting (HCL), die sich der Jahreszeit oder Helligkeit draussen anpassen. Dimmbare Tischlampen helfen, dass jeder individuell seinen aktuellen Arbeitsplatz ausleuchten kann.

Faktor 4: Grüne Oasen

Integrieren Sie Grünbereiche in die Arbeitsumgebung, z.B. Pflanzen, einen Dachgarten oder begrünte Wände innerhalb des Gebäudes, wie diese hier:

Quelle: https://www.casaverde.swiss/vertikalbegruenungen

Faktor 5: Ernährung

Geben Sie Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit sich ausgewogen zu ernähren. Das heisst nicht, dass Sie kontrollieren sollen, was sie essen. Sondern prüfen Sie, ob es in der Kantine mehrheitlich Schnitzel, Pommes, Currywurst und Co. auf dem Speiseplan hat oder ob Mitarbeitende in der Cafeteria auch Zugang zu frischen und vollwertigen Produkten haben. Oder die Option anbieten, dass sich Mitarbeitende ihr eigenes gesundes Essen mitbringen und aufbereiten könnten. Bieten Sie Zugang zu Trinkwasser, das qualitativ einwandfrei und kostenlos ist. Schenken Sie beispielsweise jeder und jedem eine Trinkflasche mit Ihrem Firmen-Brand für das kostenlose Auffüllen und zum Unterstützen einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme.

Faktor 6: Aktivität

Unterstützen Sie die Bewegung der Mitarbeitenden durch Zugang zu Aussenbereichen für einen Spaziergang, ein 4-Augen-Gespräch im Pavillon auf der Dachterrasse, ein Meeting im Stehen oder Gehen im Park, u.v.m. Sie können auch einen Bereich oder eine Ecke einrichten mit Aktiv-Elementen, wie z.B. Tennisbällen, die man zwischen Rücken und Wand einklemmt und sich so eine Schulter-Rückenmassage gönnt. Oder einer Stange zum Aushängen oder für Klimmzüge, ergonomische Stühle, ein Ruheraum für Powernapping oder oder oder. Sie können aber auch ausserbetrieblich die Aktivität fördern, indem Sie sich regelmässig zum Sport treffen (Lauftreff, Bowling, Yoga am Mittag). Kleine Einheiten lassen sich meist gut in den Arbeitsalltag integrieren.

Faktor 7: Kreativität und Innovation

Geben Sie Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit sich einzubringen und fördern Sie Ideen, seien Sie offen für Experimente und gehen Sie auch mal ein (überschaubares) Risiko dafür ein. Sie fördern damit die Bereitschaft für Veränderungen und nehmen den Mitarbeitenden die Angst davor, schwierige Aufgaben überhaupt erst anzugehen. Wenn Sie Fehler nicht als Scheitern, sondern als Lernen aus Erfahrungen transportieren, wird sich der Optimismus auf Ihre Mitarbeitenden übertragen und Ängste abbauen.

Sind Sie auf einem guten Weg zum Feel-Good-Manager, damit sich auch Ihre Mitarbeitenden am Arbeitsplatz wohlfühlen?

Welche Erfahrungen haben Sie mit gesunden Arbeitsplätzen? Was könnte aus Ihrer Sicht noch getan werden, damit sich Ihre Mitarbeitenden am Arbeitsplatz wohlfühlen? Schreiben Sie mir gerne oder hinterlassen Sie mir einen Kommentar.

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Die Autorin:
Martina Miciecki ist staatl. geprüfte Betriebswirtin, Betriebliche Mentorin FA und diplomierte Coach. Sie zeigt ambitionierten Nachwuchskadern und erfahrenen Führungspersönlichkeiten, wie sie motivierter und gelassener ihre Führungsrolle ausüben können. Sie lebt in Frauenfeld (Schweiz), liebt ihren Balkongarten mit Blumen und Gemüse und schwört auf Poweryoga für ihre geistige und körperliche Fitness.



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