Gute Vorsätze fürs neue Jahr: So hältst Du sie als Führungskraft wirklich durch
Als Führungskraft nimmst Du Dir viel vor – für Dein Team, Deine Organisation und für Dich selbst. Gute Vorsätze fürs neue Jahr gehören da fast schon zum Standardprogramm. Doch Hand aufs Herz: Wie viele Deiner Vorsätze hast Du wirklich länger als ein paar Wochen durchgehalten? Die gute Nachricht: Du bist damit nicht allein, und es liegt nicht daran, dass Du zu wenig Disziplin hast. Die schlechte: Es wird auch im kommenden Jahr nicht besser – wenn Du ein zentrales Prinzip nicht berücksichtigst.

Warum wir gute Vorsätze fassen
Ende Jahr, wenn die stille Zeit kommt, machen wir uns Gedanken über das vergangene Jahr. Wir reflektieren, wie es gelaufen ist und was wir erlebt haben. Und was wir im neuen Jahr verändern wollen. Die eigenen Wünsche und Ziele werden präsenter. Und dann fällt uns plötzlich ein, dass wir total vergessen haben die Vorsätze des vergangenen Jahres umzusetzen. Irgendwie und ein bisschen haben wir ja schon…, aber…nächstes Jahr wird sicher besser.
Gute Vorsätze – welche sind am beliebtesten?
Es gibt gewisse Dauerbrenner, die jedes Jahr auf der Beliebtheitsskala oben sind. Die Reihenfolge ändert sich nach befragter Gruppe, Geschlecht, Alter etc.
Im Grossen und Ganzen entspricht die Aufzählung jedoch den Vorsätzen der vergangenen Jahre von Frau und Herr Bundesbürger:
- Mehr Geld sparen
- Gesünder ernähren
- Mehr Sport treiben
- Abnehmen/Figur verändern
- Mehr Zeit mit Familie und mit Freunden verbringen
- Weniger Zeit in den sozialen Medien/im Internet verbringen
- Ausgaben für Lebenshaltungskosten reduzieren
- Bessere Leistungen im Job zeigen
- Weniger Alkohol trinken
- Mehr für die Umwelt tun
- Mit dem Rauchen aufhören
- Weniger Stress bei der Arbeit
- Vegetarier/Veganer werden
- Sonstiges
Quellen: statista
Mehr Geld sparen ist nach oben gerutscht angesichts der steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten. Ebenfalls weiter oben angesiedelt ist Social Media Detox, also weniger Zeit in den sozialen Medien zu verbringen, und bessere Leistungen im Job zu zeigen. Die anderen Punkte sind in etwa stabil seit Jahren.
Für Führungskräfte sind besonders die Vorsätze rund um weniger Stress bei der Arbeit, bessere Leistungen im Job und mehr Zeit für Familie spannend. Denn genau hier prallen Jobanforderungen und eigene Bedürfnisse oft aufeinander. Wenn Du führst, bist Du ständig in der Spannung zwischen Erwartungen von oben, Bedürfnissen Deines Teams und Deinen privaten Zielen.
Warum halten wir die Vorsätze nicht durch?
Und hier die eingangs erwähnte gute Nachricht:
Wir können nichts dafür!
Unser Gehirn ist daran schuld. Wir benötigen Willensstärke, um durchzuhalten. Willensstärke ist in der Grosshirnrinde angesiedelt, direkt hinter der Stirn.
Dieser Gehirnteil ist jedoch nicht nur zuständig für Willensstärke, sondern auch noch für andere Themen: das Kurzzeitgedächtnis, das Fokussieren und das Lösen abstrakter Problemstellungen und vermutlich noch mehr.
Im Führungsalltag wird dieser Teil unseres Gehirns zusätzlich beansprucht – Meetings, Entscheidungen, Konfliktlösungen, strategische Themen. Kein Wunder, dass am Ende des Tages oft keine Energie mehr für neue Gewohnheiten bleibt.
Wir greifen nach Schokolade, während wir die Welt retten
Somit wird unser Wille schwach, wenn wir uns gerade mit anderen Themen beschäftigen. Die Disziplin verlässt uns und wir greifen nach der Schokolade, während wir gerade versuchen, die Welt zu retten (ok, das ist etwas übertrieben, aber im Prinzip funktioniert es so). Die Willenskraft stellt sich hinter anderen Themen an.
Insofern Du Dich mit dieser Aussage zufrieden gibst, musst Du nicht weiterlesen. Du kannst es im Zweifelsfall immer auf Deine Grosshirnrinde schieben, die gerade mit viel Wichtigerem beschäftigt zu sein scheint. (hihihi)

Ok, Du liest weiter und gibst Dich also nicht mit der Grosshirnrinde zufrieden. Hier nun also das Erfolgsgeheimnis in 6 Schritten.
Das Erfolgsgeheimnis für das Durchhalten der guten Vorsätze
- Nimm Dir nur einen einzigen Vorsatz vor: also entweder abnehmen oder mit dem Rauchen aufhören. Weil sonst siehe oben, unser Gehirn wieder überfordert ist. Mit der vollen Konzentration auf ein einziges Ziel wird unser Fokus stärker. Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst, kannst Du eine meiner bereits vorgestellten Entscheidungshilfen einsetzen. (Zu richtigen Entscheidungen geht es hier lang.)
- Ziele richtig setzen: versuche Dein Ziel so konkret wie möglich zu formulieren. Du nimmst dafür zuerst das grosse Ziel, das Du erreichen möchtest, hier im Beispiel das Abnehmen. Danach kommen konkretere Unterziele: pro Monat 2 Kilogramm. Bitte hier unbedingt realistisch bleiben, ansonsten wird das nichts! Danach Optionen, wie Du das erreichen kannst: Ernährungsberater:in aufsuchen, jeden Tag 1 Stunde flott spazieren gehen, Zucker um die Hälfte reduzieren etc.
Neben privaten Zielen kannst Du auch ein Führungsziel konkret formulieren, z.B.: „Ich führe jeden Monat mit allen Teammitgliedern ein 30-minütiges Entwicklungsgespräch“ oder „Ich blocke mir zweimal pro Woche 60 Minuten Fokuszeit ohne Meetings.“ - Willenskraft stärken: so gut wie jede Leistungssportlerin und jeder Leistungssportler trainiert heute mit einem Mental Coach. Diese helfen den Sportlern dabei neben dem Körper auch den Geist auf Sieg zu trainieren. Du kannst das auch durch ausreichend Schlaf, Toleranz mit Dir selbst, wenn es mal nicht so gut läuft und Du in einem Monat nur 1,5 Kilogramm abgenommen hast, mit Visualisierung Deiner Ziele mit Bildern, Kollagen oder Texten, die Du immer wieder an Dein Ziel oder Deinen Wunsch erinnern.
- Belohnung für stärkere Motivation: vergiss nicht, Dich ab und an für Deine Etappenziele zu belohnen. Wenn Du stur und verbissen Deinen Vorsätzen nachjagst, wird es für Dich und Dein Umfeld kein Zuckerschlecken. Also belohne Dich, wenn Du ein Unterziel erreicht hast. Du hast den ersten Monat 2 Kilogramm abgenommen? Bravo, klopfen Dir auf die Schulter und gönn Dir einen Cappuccino beim Café um die Ecke. Oder freu Dich, dass die Hose nicht mehr kneift. Egal wie, freu Dich aktiv und pushe Dich damit weiter dran zu bleiben. Versuche aber hier nicht Deinen Zielen kontraproduktiv zu begegnen, indem Du Dich z.B. mit einem Schlemmermahl ohne Rücksicht auf Kalorien verwöhnst. Bleib in einem vernünftigen Level.
- Rückschläge einplanen: Überlege Dir bereits vorher, welche Hürden oder Hindernisse auftreten könnten und wie Du damit umgehen willst. Im Beispiel: zu Hause kannst Du kochen, in der Arbeit lockt die Kantine? Überleg Dir, ob Du vorbereitetes Essen mitnehmen könntest oder ob Du aus den angebotenen Speisen das Richtige für Deine Ernährung wählen kannst. Der innere Schweinehund hält Dich morgens ans Bett gefesselt? Frage eine Kollegin oder einen Nachbarn, ob ihr nicht morgens zusammen eine Runde spazieren oder joggen geht.
Gerade als Führungskraft wirst Du immer wieder von spontanen Anfragen, Krisen oder Zusatzprojekten aus dem Tritt gebracht. Plane solche Störungen mit ein und überlege Dir vorab: Was ist mein Minimalstandard, den ich auch an vollen Tagen einhalten kann? - Flexibel bleiben und experimentieren: Hat ein Zwischenziel nicht geklappt, gib nicht gleich auf, sondern probiere es nochmals oder probiere etwas Anderes. Ändere nicht das Ziel, sondern die Methode!
Fazit: gute Vorsätze sind keine vergeudete Zeit, wenn Du die Punkte 1 bis 6 berücksichtigst. Ich bin gespannt, was Du Dir für das Neue Jahr vornimmst und welcher Tipp Dich dabei unterstützen wird durchzuhalten. Lass es mich wissen!
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FAQ – Gute Vorsätze für Fuehrungskräfte
Im Führungsalltag ist Dein Gehirn ständig mit Entscheidungen, Problemlösungen und Kommunikation ausgelastet. Dadurch bleibt wenig Willenskraft übrig, um neue Routinen konsequent umzusetzen.
Ein einziges klares Ziel ist deutlich wirkungsvoller als eine lange Liste. Konzentrier Dich auf einen Vorsatz, der für Deine Führungsrolle wirklich Unterschied macht.
Typische sinnvolle Vorsätze sind z. B. bewusster mit der eigenen Energie umzugehen, Stress im Arbeitsalltag zu reduzieren, regelmässig Feedback zu geben oder mehr Zeit für Mitarbeitendenentwicklung einzuplanen. So kombinierst Du Selbstmanagement mit wirksamer Führung.
Plane Etappenziele, feiere kleine Erfolge und belohne Dich bewusst, ohne Deine Ziele zu sabotieren. Zusätzlich helfen Visualisierung, feste Routinen im Kalender und ein klares „Warum“ hinter Deinem Vorsatz, um dranzubleiben.
Sieh Rückschläge als normalen Teil des Prozesses. Analysiere kurz, warum es nicht geklappt hat, passe Deine Strategie an (z. B. kleinere Schritte, andere Tageszeit, mehr Unterstützung) und bleib beim Ziel – Du änderst den Weg, nicht die Richtung.
Dann trage Dich gerne in meinen Impulsletter ein.


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