Mitarbeitende motivieren: Ist das meine Aufgabe?

Veröffentlicht von Martina Miciecki am

Alle Stellen im Team besetzt – und jetzt die Leute auch noch bei Laune halten?! Muss das sein? In diesem Blogpost zeige ich Ihnen, warum meine Antwort JA lautet, und welche 4 einfachen Fragen Ihnen als Führungsperson dabei helfen, Demotivation bei Ihren Mitarbeitenden aufzudecken und damit die Mitarbeitermotivation zu steigern.
Blog-Mitarbeitende motivieren
Kleiner Spoiler: sich darauf zu verlassen, dass alle Mitarbeitenden sich immer selbst motivieren, wäre träumerisch bis fahrlässig. (Sorry, wenn ich Sie damit aus Ihren Wunschträumen gerissen habe.) Somit ist die Antwort ja, aber…

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass jede und jeder Mitarbeitende eine gewisse Grundmotivation mitbringt. Ansonsten hätte er oder sie sich nicht beworben und würde nicht bei Ihnen arbeiten. Es hängen aber viele weitere Faktoren an der Motivation eines Menschen. Dies bestätigt auch eine Studie zur Arbeitsmotivation.

Was, wenn aber die Motivation sinkt, d.h. die Mitarbeitende schlecht gelaunt zur Arbeit erscheint, der Mitarbeitende unkonzentriert ist und Fehler macht, sich Reklamationen häufen etc.?

Dann ist es durchaus an Ihnen, herauszufinden, was die oder den Mitarbeitenden davon abhält, ihr Bestes zu geben.

4 Fragen, mit denen Sie Demotivation bei Ihren Mitarbeitenden aufdecken

Frage Nummer 1: Was ist in letzter Zeit los mit Ihnen?

Weiter geht es mit: „Mir ist aufgefallen, Sie sind weniger fröhlich.“ Oder „Mir ist aufgefallen, Sie sind nicht so motiviert, wie ich Sie sonst erlebe.“ Und dann gehen Sie dazu über, ein Gespräch zu suchen. 

Warum sollten Sie das machen?

Wenn Sie nicht fragen, werden Sie es unter Umständen nie erfahren und haben so auch keine Möglichkeit etwas daran zu ändern. Wichtig: Zuhören anstelle von Zureden!

Frage Nummer 2: Was würde Ihnen helfen?

Alternativ könnten Sie fragen, was im Weg steht, was ihn oder sie hindert etc. Sie möchten also herausfinden, was die oder den Mitarbeitenden davon abhält.

Warum sollten Sie das machen?

Sie zeigen Interesse am Wohl Ihrer oder Ihres Mitarbeitenden. Sie möchten, dass es ihr oder ihm gut geht und gute Leistung erbringen kann. Und wieder wichtig: Zuhören statt Zureden!

Frage Nummer 3: Was müsste sich ändern?

Die Frage zielt nun auf die Zukunft ab und es wird konkret. Mitarbeitende nennen hier in der Regel mehr Lob, Wertschätzung, berichten von defekten Arbeitsmitteln oder Problemen im Ablauf.

Warum sollten Sie das machen?

Die Offenheit Ihrer Mitarbeitenden gibt Ihnen die Chance, Fehler oder Probleme frühzeitig aufzudecken und zu beheben. Zudem geben Sie die Verantwortung mit dieser Frage an Ihr Gegenüber, aktiv mitzugestalten.

Frage Nummer 4: Was machen wir jetzt konkret?

Sie fassen das Gespräch zusammen und halten fest, was eine mögliche Lösung oder nächste Schritte sind.

Warum sollten Sie das machen?

Es geht darum Nägel mit Köpfen zu machen. Sie möchten, dass Ihre Mitarbeitende oder Ihr Mitarbeitender wieder motivierter ist. Also halten Sie nun gemeinsam fest, wer was bis wann machen wird. Dies sollten Sie im Auge behalten und bei Bedarf daran erinnern.

Fazit

Wie zu Beginn gespoilert, ist es auf jeden Fall Ihre Aufgabe, Mitarbeitende zu motivieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie den Pausenclown oder Entertainer spielen müssen.

Wenn Sie und Ihre Mitarbeitenden es als völlig normal betrachten, dass Sie sich nach Ihrem Wohlergehen erkundigen oder fragen, was Sie benötigen, um motivierter bei der Arbeit zu sein. Dann werden Sie frühzeitig mögliche Störfaktoren erkennen und diese gemeinsam beheben können. Sie können so mögliche Konflikte und damit wirklich unangenehme Gespräche vermeiden, bevor sie entstehen.

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Kategorien: MotivationTeam

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