Montags-Horror: Wie Sie den Wochenanfang bestens überstehen

Veröffentlicht von Martina Miciecki am

Zum Wochenbeginn steht die Laune am Arbeitsplatz nicht gerade am Zenit. Ganz im Gegenteil: nach einem viel zu kurzen Wochenende macht sich der „Montagsblues“ breit. Der triste Alltag hat Sie wieder und Sie können das kommende Wochenende kaum erwarten. Wie aber überstehen Sie den ungeliebten Wochenanfang? Am besten mit folgenden Tipps.
Photo by Toa Heftiba on Unsplash

Warum stehen viele am Montag besonders ungern auf?

Forscher vermuten, dass es an den Hormonen liegt. Das Phänomen des sogenannten Montagsblues entsteht dadurch, dass unser Körper unter der Woche auf Hochtouren läuft. Damit dies klappt, schüttet unser Körper immer wieder Hormone aus. Auf Dauer belastet es jedoch unser Immunsystem. Sobald der Körper zur Ruhe kommt, geht die körpereigene Abwehr zurück.

Powern wir uns unter der Woche aus und wollen am Wochenende nicht auf ein abwechslungsreiches Programm verzichten, strapazieren wir unseren Körper doppelt und er kann sich nicht ausreichend erholen.

Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die nur am Wochenende oder in den Ferien krank werden, weil Sie vorher keine Zeit dafür hatten? Bei mir war es viele Jahre so, dass ich die ersten Tage meines heiss ersehnten Urlaubs krank im (Hotel-)Bett verbracht habe. Zeit etwas zu ändern.

Welche Gründe gibt es für Montagsblues?

Einer Erhebung von statista zufolge, geht nur knapp jeder Zweite am Montag gerne zur Arbeit. Die Gründe sind unterschiedlich, was die Infografik zeigt.

Infografik: Fast jeder Zweite hat den Montagsblues | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Nach neueren Erkenntnissen hat sich der Montagsblues wohl schon etwas nach vorne verschoben und beginnt bereits am Sonntagabend.

Gerade bei Führungskräften, die fast pausenlos zur Verfügung stehen und per E-Mail oder Telefon auch am Wochenende erreichbar sind, breitet sich schlechte Laune bereits am Sonntagabend aus, wenn sie daran denken, was alles am Montag auf sie einprasselt.

Was tun gegen den Montags-Horror?

Am besten probieren Sie eine Mischung aus richtiger Erholung am Wochenende und Vorfreude auf Montag aus. Ich nenne diese hier meine ultimativen MONTAGSBLUES-Tipps. Jeder Buchstabe gibt Ihnen Hilfestellung.

Montags früher aufstehen

Stehen Sie am Montag z.B. 15 Minuten früher auf, als Sie es sonst machen, und geniessen Sie die zusätzliche Zeit, in der Sie sich nicht stressen oder hetzen müssen.

Ordnung machen

Verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz am Freitag nicht fluchtartig und lassen Sie Ihren Schreibtisch nicht in völligem Chaos zurück. Sie werden sich am Montag freuen, wenn Sie nicht als erstes einmal Platz für Ihre Kaffeetasse freiräumen müssen. Sofern es Ihnen hilft, können Sie sich auch bereits eine Liste für Montag erstellen, die Sie mit einfach zu erledigenden Aufgaben starten lässt und Sie somit für die schweren Aufgaben später am Tag auf Touren bringt.

Nickerchen abhalten

Nicht falsch verstehen. Ich meine damit nicht, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz ankommen und gleich ein Nickerchen abhalten. Ich meinte eher nach dem Mittag, wenn bekanntlich ein Tief kommt. Nutzen Sie hier die Kraft eines Powernaps. Eine Anleitung bekommen Sie hier.

Tragen Sie Ihre Lieblingskleidung

Suchen Sie sich etwas aus Ihrem Kleiderschrank aus, was Sie gerne tragen: Ihren Lieblingspullover, Ihre Glückskrawatte, bunte Socken etc. Hauptsache, es macht Ihnen gute Laune!

Aktivieren Sie Ihren Biorhythmus

Beginnen Sie den Montagmorgen mit einer Wechseldusche kalt-warm-kalt. Oder mit Sport. Oder steigen Sie eine Busstation früher aus und laufen Sie das letzte Stück zur Arbeit. Das macht Sie munter und fit gegen den Montagsblues.

Gute Laune durch Musik

Drehen Sie nach dem Aufstehen die Musikanlage hoch und tanzen Sie im Bad. Hören Sie Musik im Bus oder der Bahn. Trällern Sie unter der Dusche oder pfeifen Sie ein Lied auf der Treppe.

Schlafrhythmus beibehalten

Versuchen Sie am Wochenende gleich viel zu schlafen wie Sie es unter der Woche tun. Wenn Sie unter der Woche um 23 Uhr schlafen gehen und um 6 Uhr aufstehen, sollten Sie dies auch am Wochenende tun. Mal eine Stunde mehr zu schlafen ist sicher kein Problem. Sollten Sie aber bis mittags im Bett bleiben, werden Sie es am Montag bereuen.

Belohnen Sie sich

Machen Sie sich den Montag erträglicher, indem Sie sich auf ein Ritual freuen. Zum Beispiel holen Sie sich morgens einen Kaffee to go bei Ihrem Lieblingscafé. Oder Sie gönnen sich am Mittag eine Mini-Massage beim SPA um die Ecke. Oder Sie machen abends zum Sushi oder Kino mit einer Kollegin ab.

Lachen Sie viel und herzlich

Dies hat zwei gute Seiten. Es hebt nicht nur Ihre eigene Laune, sondern auch die Ihrer Montagsmuffel-KollegInnen. Lesen Sie einen lustigen Comic, hören Sie einen Gute-Laune-Podcast oder lachen Sie über sich selbst, wenn Sie am Montag wie ferngesteuert durch die Firma laufen. Lachen Sie den Montagsblues aus.

Umgehen Sie schlechtgelaunte KollegInnen

Hier würde ich nicht auf die Nummer „geteiltes Leid ist halbes Leid“ setzen. Schlimm genug, wenn Sie versuchen den Montagsblues unbeschadet zu überstehen. Sich dann aber noch von anderen runterziehen lassen? Nein danke. Trotzen Sie dem Montagsblues der anderen. Versuchen Sie sich zu den KollegInnen zu gesellen, die für ihre gute Laune bekannt sind.

Ernähren Sie sich ausgewogen

Versuchen Sie es am Wochenende nicht zu übertreiben, indem Sie von Freitagabend bis Montagmorgen im Dauerrausch sind. Wie bereits weiter oben erwähnt, schlafen Sie ausreichend und versuchen Sie sich mit Alkohol oder aufputschenden Getränken ab Sonntagnachmittag zurückzuhalten. Ernähren Sie sich ausgewogen (ganz allgemein und die ganze Woche). Gehen Sie an die frische Luft, tanken Sie Sonne, geniessen Sie die Zeit mit Familie und Freunden.

Schreiben Sie Ihre Erfolgs- und Glücksmomente auf

Haben Sie den Wochenanfang überstanden, notieren Sie sich Ihre Erfolgs- und Glücksmomente des Tages in einem kleinen Büchlein. Zum einen hilft Ihnen das, herauszufinden, was Ihnen gut tut und Sie somit unbedingt wiederholen sollten. Zum anderen zeigt es Ihnen, dass der Wochenanfang gar nicht so schlimm ist, wie Sie immer dachten.

Holen Sie sich die kostenlose Liste mit 49 Formulierungen, die Sie als Führungskraft vermeiden sollten

Ich hoffe, meine Montagsblues-Tipps helfen Ihnen dabei, den Wochenstart in Zukunft besser zu überstehen.

Vielleicht schaffen Sie es eines Tages sogar, dass Sie sich auf den Montag freuen und dann so richtig in den Flow für die ganze Woche kommen.

Ich selbst habe viele Punkte davon ausprobiert. Ich bin seit Jahren nicht mehr in den Ferien krank, geniesse meine Wochenenden und bin bereit für jeden Montag, der da kommen mag. :o)

Sie möchten regelmässig Impulse erhalten zu den Themen Leadership, Teamführung und Worklife?

Dann tragen Sie sich gerne in meinen Impulsletter ein.

Die Autorin:
Martina Miciecki ist staatl. geprüfte Betriebswirtin, Betriebliche Mentorin FA und diplomierte Coach. Sie zeigt ambitionierten Nachwuchskadern und erfahrenen Führungspersönlichkeiten, wie sie motivierter und gelassener ihre Führungsrolle ausüben können. Sie lebt in Frauenfeld (Schweiz), liebt ihren Balkongarten mit Blumen und Gemüse und schwört auf Poweryoga für ihre geistige und körperliche Fitness.



0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.