Richtige Entscheidungen treffen

Veröffentlicht von Martina Miciecki am

Richtige Entscheidungen treffen ist nicht einfach. Soll ich oder soll ich nicht? Du als Führungskraft stehst täglich vor zahlreichen Entscheidungen. In manchen Situationen überhaupt kein Problem. Aber manchmal bist Du unentschlossen, stimmt´s? Finde hier 5 Entscheidungshilfen, die Dir Klarheit verschaffen. So triffst Du als Führungskraft garantiert die richtige Entscheidung!

Richtige_entscheidungen_treffen

Täglich stehen wir vor neuen Entscheidungen. Viele davon treffen wir, ohne gross darüber nachzudenken, z.B. beim Klingeln des Weckers aufstehen oder noch liegen bleiben, mit Bluse oder Shirt ins Büro, Müsli oder Toast frühstücken etc.

Warum aber stehen wir bei manchen Entscheidungen an und wissen nicht, was wir tun sollen?

Ganz einfach, wir wägen innerlich ab. Die sogenannten „inneren Stimmen“ diskutieren, was die bessere oder schlechtere Entscheidung ist, was Vor- und Nachteile sind, ob es gut oder schlecht ist. 

Warum fällt uns Entscheidungen treffen so schwer?

Weil wir Angst haben, dass wir eine falsche Entscheidung treffen.

  • Wir haben Angst davor, was andere zu unserer Entscheidung sagen würden
  • Wir haben Angst davor, dass wir die Entscheidung nicht mehr rückgängig machen zu können
  • Wir haben Angst davor, welche Auswirkungen die Entscheidung auf uns selbst haben könnte
  • Wir haben Angst davor, welche Auswirkungen die Entscheidung auf andere haben könnte
  • Wir haben Angst davor, die Konsequenzen der Entscheidung tragen oder die Ergebnisse umsetzen zu müssen

Die einen entscheiden aus dem Kopf, andere aus dem Bauch heraus. Wenn Dein Bauchgefühl Dir etwas sagt, vertraust Du Deinem Instinkt. Dies fällt aber vor allem „kopflastigen“ Menschen sehr schwer. Als Kind haben wir uns sehr oft auf unseren Instinkt verlassen. Als Erwachsener übersteuern wir aber meistens das Bauchgefühl mit unserem Verstand.

Es ist daher von Vorteil, sich zurückzubesinnen und das eigene Bauchgefühl wieder zu entwickeln. Höre in Dich rein, bevor Du einen Schnellschuss machst. Wie fühlt sich die Entscheidung in die eine Richtung an? Wie fühlt sie sich in die andere Richtung an?

Kennst Du das? Dein Magen zieht sich zusammen, wenn Du an eine anstehende Entscheidung denkst? Oder Du fängst zu schwitzen an, weil die anstehende Entscheidung Stress verursacht. Ein wichtiges Indiz! (P.S. Zum Thema Stress abbauen habe ich auch einen Blogpost geschrieben. Interesse? Hier klicken)

Du fühlst nichts? Oder beide Gefühle sind gleich stark? Pattsituation – und somit ein Dilemma für Dich, weil Du keinen Schritt weiter bist in Deiner Entscheidungsfindung.

Martina Miciecki Coaching.Mentoring

5 Entscheidungshilfen, um Klarheit zu erhalten:

1. Nimm in der Zukunft Platz

Stell Dir vor, Deine Entscheidung ist bereits gefallen. Du hast diese kommuniziert und die damit verbundenen Aufgaben umgesetzt.

Du wählst nun einen Zeitpunkt X nach Deiner Entscheidung und nimmst dort (in der Zukunft) Platz. Hast Du Dich eingerichtet? Siehst Du, wo Du bist, wer noch da ist, was um Dich herum geschieht? Gut.

Jetzt blicke auf den Tag Deiner Entscheidung (in der Vergangenheit) zurück. Was hat sich seither verändert? Welches waren die Auswirkungen? Wie reagierten die Menschen im Umfeld auf Deine Entscheidung?

Verweile eine ganze Zeit in der Zukunft. Und fasse danach für Dich zusammen, was Du gesehen hast. Wie fühlt es sich für Dich an? Dann überlege, ob Du Deine Entscheidung genau so treffen wirst.

Gleiches kannst Du wiederholen, indem Du gedanklich in die Zukunft gehst und auf Deine andere Entscheidungsmöglichkeit in der Vergangenheit zurückblickst, durchspielst und nachfühlst.

2. Münze werfen

Das mag Dir jetzt vielleicht banal vorkommen, ist es aber keinesfalls. Sobald die Münze in der Luft ist, hast Du Dich eigentlich gedanklich schon entschieden, und es ist nicht mehr relevant, welche Seite oben liegt. 

Sobald die Münze abhebt und durch die Luft wirbelt, hoffest Du auf die Bestätigung Deiner eigentlich bereits gefällten Entscheidung. Du jubelst oder bist erleichtert, wenn sich Deine Entscheidung bestätigt und bist enttäuscht, wenn es nicht der Fall ist. Diese Gefühle zeigen Dir den Weg.

Und wenn Du nach dem Münzwurf immer noch am Grübeln sein solltest, schau, welche Seite oben liegt.

3. Das Gummiband

Von einer Pro- und Contra-Liste hast Du sicher schon gehört. Manchmal ist es aber nicht klar abgrenzbar und die Gefühle werden aussen vor gelassen. Daher geht das Gummiband etwas weiter. Elastisch, verstehst Du?

Hier prüfst Du, was Dich hält oder was Dich (weg) zieht. Was hält Dich an Deinem alten Job? Was zieht Dich zu einem neuen? Was hält Dich an der aktuellen Situation fest? Was reizt Dich daran, Neues zu probieren? Was hält Dich, weiter wie bisher zu machen? Was zieht Dich zu innovativen Experimenten?

Der ganz wesentliche Unterschied zu einer Pro- und Contra-Liste ist, dass Du hier beide Optionen positiv formulierst. Beide Alternativen können reizvoll sein. Aber welche ist es noch mehr?

4. Gönne Deinem Gehirn eine Pause

Moment mal, fragst Du Dich jetzt sicher, wie soll ich eine Entscheidung treffen, wenn mein Gehirn pausiert?

Genau das ist der Trick. Du hast Dir schon Tage und Wochen das Gehirn zermartert und bist immer noch zu keiner Entscheidung gekommen? Deine Gedanken kreisen permanent? Soll ich, soll ich nicht? Was wäre, wenn…?

Dein Gedankenkarussel wird nicht besser, wenn es schneller dreht. Stoppe es bewusst. Hier hilft die intuitive Entscheidungsfindung nach Ap Dijksterhuis und Zeger van Olden (Das kluge Unbewusste: Denken mit Gefühl und Intuition):

a, Schreibe auf, um welche Entscheidung es sich handelt, z.B. Soll ich kündigen?

b, Löse nachfolgende Anagramme
Anagramm – Hinweis – Lösung

AMPELBaumPALME
GRASFriedhof
ATLASVorspeise
REIFENUrlaub
EICHELTod


c, Schreibe nun auf, wie Du Dich entscheiden willst.

5. Entscheide nicht

Sich nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung. Ähnlich wie in der letzten Entscheidungshilfe geht es darum, dass Du Deine Gedanken stoppst und versuchst Deine Intuition zu aktivieren.

Wie machst Du das? Indem Du Dich bewusst dafür entscheidest, nicht zu entscheiden. Das heisst, Du entscheidest, dass Du heute, die ganze Woche oder bis Ende Monat keinen Gedanken daran verschwendest. Du musst aber konsequent bleiben und immer dann, wenn Zweifel oder Gedanken bei Dir aufpoppen, diese bewusst wegschieben mit den Worten: ich entscheide mich heute/diese Woche/bis Ende Monat) NICHT! 

Das bewusste Ausblenden verschafft Dir Entlastung und gibt Deinen Gefühlen die Möglichkeit unterbewusst bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Vor Ende des Tages, der Woche oder des Monats wirst Du plötzlich und unvermittelt wissen, wie Du Dich entscheiden wirst. 

Wie wirst Du Deine nächste Entscheidung treffen?

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Die Autorin:
Hallo, ich bin Martina, diplomierte Coach und Betriebliche Mentorin FA. Ich zeige ambitionierten Nachwuchskadern und erfahrenen Führungspersönlichkeiten, wie sie souveräner, charismatischer und erfolgreicher ihre Führungsrolle ausüben können. Ich lebe in Frauenfeld (Schweiz), liebe meinen Balkongarten mit Blumen und Gemüse und schwöre auf Poweryoga für meine geistige und körperliche Fitness.

Kategorien: LeadershipTeam

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