Sitzungen attraktiv gestalten

Veröffentlicht von Martina Miciecki am


Es gibt nichts Langweiligeres als nicht enden wollende Sitzungen mit starren Traktandenlisten, Monolog des Ranghöchsten und keine Ergebnisse am Schluss. Fazit: vergeudete Zeit. Aber das geht auch anders! Wie Sie es schaffen, dass die Teilnehmenden nicht direkt abschalten, lesen Sie hier.
Sitzungen attraktiv gestalten
Erinnern Sie sich an Ihre letzte Teamsitzung – also physisch anwesende Personen in einem Raum?

  • Waren die Teilnehmenden aktiv und haben sich eingebracht oder haben sie es passiv über sich ergehen lassen?
  • Wurden die Traktanden abgehandelt oder fand ein interaktiver Austausch statt?
  • Wurde von oben herab oder auf Augenhöhe kommuniziert?

Es gibt viele Möglichkeiten eine Sitzung interessant(er) und kurzweilig(er) zu gestalten. Und dafür braucht es keine extra Ausbildung.

Überlegen Sie sich, wann Sie sich als Mitarbeitende oder Mitarbeitender in einem Meeting zuletzt gelangweilt haben und warum. Diese Überlegung gibt Ihnen bereits erste Anhaltspunkte, wie Sie es nicht machen sollten.


1. In der Kürze liegt die Würze

Es gibt nichts Schlimmeres als nicht enden wollende Sitzungen. Die Aufmerksamkeit sinkt, wenn eine Person einen Monolog hält.

Was tun?

Priorisieren Sie. Was ist wirklich wichtig? Worüber sollte in dieser Runde gesprochen werden? Was können Sie weglassen oder bilateral besprechen? Kurz und knackig ist die Devise.

2. Starre Traktanden sind langweilig

Es gibt nichts Langweiligeres, als wenn Sie vorher schon wissen, wie das Meeting ablaufen wird. Punkt 1 Prüfen der Anwesenheit. Punkt 2 Vorlesen der Traktandenliste. Punkt 3, Punkt 4, Punkt 5, Runder Tisch, Ende. Schrecklich, oder?

Was tun?

Haben Sie es schon einmal mit einer „no agenda“-Sitzung probiert? Sie fragen sich jetzt sicher, wie das gehen soll, wo Sie es sich doch gewohnt sind, dass einer vorgibt und alle abnicken. Es ist eine wirklich spannende Alternative!

Das funktioniert so: jede und jeder bringt Themen zur Sitzung mit. Damit fördern Sie bereits die Selbstverantwortung und zeigen, dass das Einbringen jeder und jedes Teilnehmenden gewünscht ist. Die Themen werden zu Beginn bekannt gegeben, priorisiert und dann besprochen. Die Aufmerksamkeit wird deutlich höher sein!

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3. Ortswechsel peppen das Meeting auf

Findet das Meeting immer im gleichen Raum am gleichen Tisch statt? Sitzen die Teilnehmenden womöglich sogar immer auf dem gleichen Stuhl? Oh je. Auch das ist echt eintönig. Menschen mögen zwar nicht gerne Veränderungen, aber ein bisschen Abwechslung dürfte schon sein.

Was tun?

Überlegen Sie sich neue Orte. Sitzungen auf der Dachterrasse, auf dem Parkplatz, im Innenhof etc. Im Stehen kann das Blut besser zirkulieren. Warum Sitzungen nicht im Stehen abhalten? Gerade wenn Sie den ganzen Tag viel sitzen, ist dies eine gelungene Abwechslung.


4. Monolog schläfert ein

Ich höre Sie gerade gähnen. Ich habe auch an mehreren Sitzungen teilgenommen, in der eine monotone Stimme die Traktanden abgelesen hat. Produktiv war das nicht.

Was tun?

Schaffen Sie die Möglichkeit, dass sich jeder einbringt (siehe auch „no agenda“). Und wechseln Sie ab: verbal und visuell. Arbeiten Sie mit Flipchart, Whiteboard, Papier, Buntstiften usw. Geht es um eine Problemstellung, kann durch Skizzen, Ideenbox, gemeinsames Brainstorming und Co. eine kreative Lösung gefunden werden. Nicht jede und jeder denkt gleich und gleich schnell.

Nicht jeder ist der geborene Redner

Geben Sie den Kreativen eine Möglichkeit sich in die Sitzungen einzubringen – auf ihre Art. Anregungen finden Sie im Buch Gamestorming.

Steht Ihre erste Teamsitzung mit einem neuen Team an? Dann erhalten Sie hier wertvolle Tipps für Ihre erste Teamsitzung. Wie Sie Teambuildings gestalten, damit sie Spass machen und nachhaltig sind, finden Sie in diesem Blog von mir.


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Die Autorin:
Martina Miciecki ist staatl. geprüfte Betriebswirtin, Betriebliche Mentorin FA und diplomierte Coach. Sie zeigt ambitionierten Nachwuchskadern und erfahrenen Führungspersönlichkeiten, wie sie motivierter und gelassener ihre Führungsrolle ausüben können. Sie lebt in Frauenfeld (Schweiz), liebt ihren Balkongarten mit Blumen und Gemüse und schwört auf Poweryoga für ihre geistige und körperliche Fitness.





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